(ka) Ja, all das lernten unsere Schüler durch Herrn Roland Stalder näher kennen! Er kam extra für uns von der Universität Innsbruck angereist und zeigte sehr anschaulich ganz erstaunliche Zusammenhänge. 

Zunächst stand in den fünften Klassen die Frage im Raum, was eigentlich der Unterschied zwischen einem Mineral und einem Gestein ist. Unsere cleveren Fünftklässler wussten dann sehr schnell, dass Mineralien die Bestandteile eines Gesteins sind – vergleichbar mit einem Müsli, das bekanntlich auch unterschiedliche Bestandteile hat. Anschließend wurden dann verschiedene Gesteine (unter anderem ein sehr grünes!) in jeweils exakt gleichgroßen Würfeln begutachtet, benannt und im Weiteren unter Beobachtung mit der Dokumentenkamera gewogen. Wie schwer sind Gesteinswürfel eigentlich in gleicher Größe? Oh, sehr verschieden – von 10g bis >120g! Die nächste Frage war dann: „Wie tief muss ich bohren, um an diese Gesteine zu gelangen?“. Da Material mit der Tiefe schwerer wird, war auch diese Antwort schnell gefunden. Mit dem Merkspruch: „Feldspat, Quarz und Glimmer, die drei vergess´ ich nimmer.“ wurde schließlich das häufigste Gestein der kontinentalen Erdkruste – Granit – auf weißem Papier in seine Bestandteile separiert. „Handarbeit“ war hier im wahrsten Sinne des Wortes (mit dem Zahnstocher!) gefragt.

Handy ausnahmsweise im Unterricht erlaubt, galt es ferner in einem Teil der 7. Jahrgangsstufe. Nachdem über Licht im Allgemeinen sowie „ordentlicher“ und „außerordentlicher“ Punkt aufgeklärt wurde, errechneten die Schüler den Versatz der Doppelbrechung an einem konkreten Beispiel und trugen die Werte in einer Grafik ein. Da Handys polarisierte Strahlung senden, konnten mithilfe eines Polfilters Gesteins-Dünnschliffe bunt erkannt werden. Die optischen Ergebnisse ließen ein „Wow!“ oder „Echt geil!“ spontan aus Schülermund vernehmen.

Abschließend war man in der 9b auf Ötzis Spuren und ging der Frage nach der Herstellung von Kupfer aus einem Kupfer-Erz nach. In unserem Chemiesaal - bewaffnet mit Bunsenbrenner, Reagenzglas, Zange und Keramikschale - ging es dann hautnah los. Nachdem die Schüler das Kupfererz geröstet hatten, wurde es zu metallischem Kupfer reduziert. Gott sei Dank ging der Feueralarm nicht an! Das Ausschütten des Reaktionsprodukts machte so viel Spaß, dass alle eigentlich noch einmal diesen Vorgang erneut machen wollten.

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Herrn Roland Stalder von der Universität Innsbruck, dass er sich die Zeit für uns genommen hat, um den Schülern aus unterschiedlichen Jahrgangstufen mit der vermeintlich trockenen Materie Geologie vertraut zu machen sowie Neugierde zu wecken.